IT-Fachkräftemangel: Unbemerkte Folgen auch für die Sicherheit im Netz
Warum Co-Sourcing die Lücke schließt. Über 149.000 IT-Experten fehlen in Deutschland – mit direkten Folgen für die IT-Sicherheit im Mittelstand.
Wer die Berichterstattungen zur IT-Sicherheit verfolgt, liest meist von Ransomware-Angriffen, Zero-Day-Exploits, DDoS-Angriffen, unzureichenden Firewalls oder gar Social Hacking. Ein aktueller Bericht der WirtschaftsWoche (Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/it/cyberangriffe-wie-fehlende-experten-unternehmen-ruinieren-koennen/100236856.html), basierend auf Daten des Digitalverbands Bitkom) lenkt den Blick jedoch auf eine ganz andere, strukturelle Schwachstelle: In Deutschland fehlten in der Spitze im laufenden Jahr über 149.000 IT-Experten über alle Disziplinen hinweg. Jedes zweite Unternehmen berichtet von konkreten Schäden durch Cyberangriffe, und die durchschnittliche Schadenssumme pro Vorfall klettert unaufhaltsam. Natürlich werden Versicherungen dagegen angeboten, aber das löst am Ende ja die Grundsatzanforderung nicht.
Das Problem ist selten die fehlende Softwarelizenz, fehlende Hardware, fehlende Leistung in den Maschinen etc.
Es ist das fehlende Personal, um diese Systeme zu konfigurieren, zu überwachen und aktuell zu halten! Aktuell verschieben sich Fachkräfte im Mittelstand auch Branchenabhängig und einige Unternehmen kämpfen auch um ihr Überleben. Für wachsende Unternehmen hingegen und den breiten Mittelstand, wird diese Personallücke zunehmend zum existenziellen Betriebsrisiko.
Das Dilemma der „Ehrenamtlichen“ IT-Sicherheit
Doch wie kommt das alles und warum ist es so schwer zu überblicken? Die generelle Antwort lautet, weil IT nicht IT ist und die Fachdisziplinen in sich geschlossen sehr komplex sind. Als „Nicht-IT’ler“ blicken die Verantwortlichen Geschäftsführer, Technische Leiter oder auch die HR-Abteilung in der Planung nur schwer durch. In vielen Unternehmen muss die Betreuung der digitalen Infrastruktur – und damit oft auch der zentralen Corporate Website oder des externen Kundenportals – „nebenbei“ erledigt werden durch die eigne IT-Abteilung. Da kümmert sich der interne Systemadministrator, der eigentlich mit der Migration der ERP-Daten oder dem internen Benutzersupport, den Anfragen von Nutzern und Verwalten von E-Mail-Accounts voll ausgelastet ist, zusätzlich auch noch um die Absicherung des Webservers und die Update-Zyklen des CMS. Das ist in etwa so, als müsste der Lagerleiter, der intern für den reibungslosen Ablauf im Lager und der Warenbewegungen wie -lagerung sorgt, nebenbei noch die globale Frachtschifffahrt und Zollabwicklung für die Übersee-Exporte koordinieren. Nur weil beides unter das Oberthema „Logistik“ fällt, bedeutet das nicht, dass eine Person beides fehlerfrei und insbesondere nebenbei leisten kann. Und seien wir mal ehrlich, selbst wenn die Aufgaben in Personalunion machbar wären (Kapazitiv und Kompetenz), bekommt die Fachkraft ja nicht mehr Zeit und ihr Arbeitstag wird auch nicht länger, nur weil mehr Arbeit da ist, die sie fachlich erledigen könnte.
Daher ist die Devise leider… Wenn Kapazitäten knapp sind, rutschen vor allem präventive Maßnahmen auf der Prioritätenliste nach unten, nach hinten oder ganz vom Zettel. Sicherheitsrelevante Patches werden ausgelassen oder bestenfalls verschoben, Konfigurationsfehler in der Server-Architektur übersehen oder veraltete PHP-Versionen (nur ein Beispiel von vielen) unbemerkt weiterbetrieben. Angreifer nutzen genau diese Verzögerungen. Sie scannen das Netz nicht nach den bekanntesten Namen ab und Ihrer ist geplant dabei, sondern nach den am schlechtesten gepflegten Systemen.
Aber was wollen die bei uns schon holen, wir sind ja viel zu unbedeutend?
Auch das hören wir von Agenturkunden für Internetseiten, Portale, Intranets oder individuelle System leider häufig, auch wenn man das nicht glauben kann, im Jahr 2026. Jeder sollte sich dessen bewusst sein, dass da nicht irgendwo auf der Welt im dunklen Kämmerlein eine Person sitzt, die potenzielle Schwachstellen und Ziele ausmacht, um diese dann punktgenau anzugreifen. Hier geht es um 100% automatisierte und hochentwickelte Systeme (Bots und Botnetze) die autonom durch das Netz „spidern“. Es gibt tausende verschiedene Ansätze, wie das von statten geht. Aber das Prinzip ist das gleiche, die Suche nach einer (bekannten) Sicherheitslücke.
Stellen wir uns vor, wir haben zu unserem Fahrradschloss die 4-stellige Nummer vergessen. Nun probieren wir, startend bei 0000 alle Nummern hintereinander durch…0001…0002…00XX. Irgendwann muss das Schloss auf sein, das ist 100% sicher! Es ist nur eine Frage der Zeit.
Analog dazu verhalten sich viele Angriffe. Wenn „ein Schloss“ gefunden wird, geht’s los… Ist die Türe (oder das Fahrrad) erstmal geknackt, geht’s an die eigentliche Attacke.
Co-Sourcing statt Fachkräfte-Suche: Die Schnittstelle zur internen IT
Der Arbeitsmarkt wird sich in den kommenden Jahren nicht schlagartig entspannen. Für Unternehmen ist es daher oft wirtschaftlicher und schlicht sicherer, eine klare Trennlinie zu ziehen: Die interne IT konzentriert sich auf die wertschöpfenden Kernprozesse im eigenen Haus, während die Betreuung aller externen Systeme in die Hände eines spezialisierten Partners gelegt wird.
Als NEW.EGO docken wir genau an dieser Schnittstelle an. Wir konkurrieren nicht mit der internen IT, sondern entlasten sie vollständig von den Aufgaben, die bisher gezwungenermaßen „nebenbei“ mitlaufen mussten. Unser Ansatz bedeutet für Unternehmen das komplette Loswerden von technischen Sorgen:
- 100 % Technik & Infrastruktur: Wir übernehmen die vollständige Verantwortung für die Webserver, Datenbanken, Monitoring, etc. und damit die Verfügbarkeit der Internetseiten
- Wartung & Zukunftssicherheit: Einspielen von Updates, Upgrades und Sicherheits-Patches geschieht proaktiv, nicht erst nach einem Vorfall.
- Erweiterungen, Service & Support: Ob neue Funktionen, die Implementierung von Systemerweiterungen oder der direkte Support bei Fragen – wir stehen als verlängerter Arm bereit und setzen um.
- Sicherheit & Compliance: Auf Wunsch kümmern wir uns um Backups, Datenschutz-Vorgaben und die Einhaltung aktueller Sicherheitsrichtlinien. Eine Firewall, WAF (Web Application Firewall), externe Live-Checks und natürlich PEN-Test (Penetrationstests der Systeme) oder Verwaltung und Vergabe von Zugangsdaten zu den Systemen.
Im Schulterschluss mit der internen IT-Abteilung, unter Berücksichtigung der individuellen Vorgaben und bei 100% Transparenz durch unser Ticketsystem arbeiten wir als loyaler und verfügbarer Partner wie ein interner Mitarbeiter.
Technische Resilienz und ein freier Kopf
Wenn interne Ressourcen entlastet werden, gewinnt das gesamte Unternehmen an Handlungsspielraum. Durch die Auslagerung des Betriebs und der Überwachung digitaler Plattformen an NEW.EGO als Partner, eliminieren Sie das interne Risiko menschlicher Fehler durch Überlastung.
Ein proaktives Wartungs- und Hosting-Modell sorgt in der Regel dafür, dass Sicherheitslücken geschlossen sind, bevor sie im Unternehmen überhaupt zum Thema werden. Das Ziel ist simpel: Die Gewissheit, dass die externen Systeme im Service laufen und überwacht werden, während das eigene Team wieder den Kopf frei hat für die digitale Weiterentwicklung des Kerngeschäfts. Natürlich kann deswegen dennoch immer auch etwas vorfallen oder passieren, aber dann kümmern sich die Spezialisten von NEW.EGO darum und die interne IT-Abteilung wird laut der Eskalationskette natürlich transparent im Informations-Loop gehalten.
…aber wir gehen sogar noch ein Stück weiter:
Der Weg aus der Altlasten-Falle: Bestands-Systeme sichern und aufräumen
Die Realität in vielen Unternehmen sieht so aus: Digitale Strukturen sind über Jahrzehnte historisch gewachsen. Da gibt es das zentrale CMS, daneben drei WordPress-Blogs für alte Marketing-Kampagnen, ein älteres TYPO3-System für das Händlerportal und irgendwo läuft noch eine Microsite-Anwendung von der Messe aus 2023, aber die Zugangsdaten sind fraglich.
Wir übernehmen genau diese Bestands- und Altsysteme, unabhängig von der technologischen Basis oder dem Zustand. Unser Ziel ist es nicht, alles sofort über den Haufen zu werfen, sondern diese Systeme strukturiert zu erfassen, abzusichern wo technisch möglich und in eine aktuelle, performante Umgebung zu überführen, die den heutigen technischen und insbesondere sicherheitsrelevanten Anforderungen entspricht. Falls Updates und Upgrades nicht möglich sind, was auch passieren kann, versuchen wir Lösungen anzubieten, um zeitnah und unter Beachtung des spezifischen Risikoprofils in eine belastbare Architektur zu kommen.
Zum technischen Update gehört bei uns aber auch das große Aufräumen im Hintergrund. Im Laufe der Jahre sammeln sich in fast jeder IT-Abteilung unzählige, unübersichtliche Posten an: vergessene Domain-Bestellungen, ungenutzte Serverpakete, abgelaufene SSL-Zertifikate, Sub-Domains, die mal angelegt wurden oder verwaiste Dienste und Schnittstellen von ehemaligen Drittanbietern.
Wir bringen Licht ins Dunkel. Anhand von alten Rechnungen und Leistungsnachweisen schlüsseln wir die gesamte Infrastruktur akribisch auf, sortieren Karteileichen aus und ziehen die verbleibenden Systeme zentral zusammen. Für Unternehmen bedeutet das am Ende zweierlei: Erstens 100 % Transparenz über die eigenen digitalen Assets. Und zweitens in den allermeisten Fällen eine spürbare Reduzierung der intransparenten monatlichen Fixkosten, weil teure und überflüssige Altverträge endlich der Vergangenheit angehören.
Die strategische Kehrtwende: Vom Getriebenen zum Gestalter
Das Aufräumen von Altlasten und die Auslagerung der externen Systeme ist weit mehr als eine reine Sicherheitsmaßnahme gegen automatisierte Bots und äußere Einflüsse. Es ist eine strategische Weichenstellung für das gesamte Unternehmen und die Mitarbeiterstruktur. Solange die interne IT-Abteilung weiter als Feuerwehr fungiert und von einem Server-Update zum nächsten Patch (hinterher) eilt, fehlt ihr die Kapazität für das, was Ihr Unternehmen wirklich voranbringt: die Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette.
Die Optimierung interner Prozesse oder die Einführung neuer, moderner Software-Lösungen für das Team sind die eigentliche Kernaufgabe.
Wer die Verantwortung für Webserver, TYPO3- oder WordPress-Systeme, Compliance und das permanente Monitoring abgibt, löst nicht nur ein personelles Problem. Er gewinnt strategische Handlungsfreiheit in seinem Unternehmen zurück.
Fazit: Sicherheit ist keine Frage der Unternehmensgröße, sondern der Struktur
Der IT-Fachkräftemangel wird sich so schnell nicht in Luft auflösen und auch die KI wird es an der Stelle nicht richten könne. Doch anstatt darauf zu hoffen, die eine „eierlegende Wollmilchsau“ für die interne IT-Abteilung zu finden, die vom Benutzersupport bis zur Webserver-Architektur alles perfekt beherrscht, nie Urlaub macht oder krank ist, sollten Unternehmen auf intelligente Arbeitsteilung setzen.
Sicherheit im Netz entsteht im Jahr 2026 nicht durch Zufall oder das Prinzip Hoffnung, sondern durch klare Strukturen, proaktive Wartung und Spezialisierung. Die Kooperation zwischen Ihrer internen IT und NEW.EGO als externem Partner und Spezialisten auf diesem Gebiet schließt die personelle Sicherheitslücke im Organigramm. Dabei effizient, transparent und auf Augenhöhe sowie in 100%-Abstimmung mit Ihrer internen IT-Abteilung.
Haben Sie auch die Vermutung, dass Ihre digitalen Altlasten unübersichtlich geworden sind oder Ihre interne IT am Limit läuft?
Lassen Sie uns gemeinsam Licht ins Dunkel bringen. Wir analysieren Ihre bestehende Infrastruktur anhand Ihrer Informationen, Leistungsnachweise oder Zugänge und decken Probleme und Optimierungen auf. Damit machen wir Ihre Systeme fit für die Zukunft.
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