Zurück zur Übersicht 12. Oktober 2023

Sparen Sie Zeit und Ressourcen: Wie DeepL Translate für TYPO3 Ihren Übersetzungsprozess optimiert

Von: Martin Seyfried

HINWEIS: Der ursprüngliche Artikel vom 12. Oktober 2023 wurde komplett überarbeitet am 22.07.2026.

DeepL Translate ist ein fortschrittlicher Übersetzungsdienst, der in der TYPO3-Plattform integriert werden kann, um den Übersetzungsprozess Ihrer Website zu optimieren. Die TYPO3-Extension "DeepL Translate" bietet zahlreiche Funktionen, die Ihnen helfen, Zeit und Ressourcen zu sparen, indem sie den Übersetzungsprozess automatisiert und vereinfacht. Im Vergleich zu anderen Übersetzungsdiensten zeichnet sich DeepL Translate durch seine hohe Genauigkeit und schnelle Bearbeitungszeit aus. Bevor Sie DeepL Translate nutzen können, sollten Sie jedoch einige wichtige Punkte beachten. Insgesamt ist die Verwendung von DeepL Translate für TYPO3-Projekte definitiv eine Überlegung wert, da sie Ihnen dabei hilft, effizienter zu arbeiten und qualitativ hochwertige Übersetzungen zu liefern.

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Was DeepL Translate (Core) übernimmt

Die Erweiterung übersetzt Seiten mitsamt deren Inhaltselementen und geeigneten TYPO3 Datensätzen direkt über die DeepL API. Dafür nutzt sie unter anderem den integrierten Übersetzungsassistenten von TYPO3. Natürlich können auch nur einzelne Datensätze gezielt verarbeitet werden, das ist wichtig bei Inhaltserweiterungen.

Der technische Ablauf ist klar begrenzt:

  1. TYPO3 liest die vorgesehenen Textfelder aus
  2. Die Inhalte werden an den Übersetzungsdienst übertragen
  3. Die API liefert die neue Sprachfassung zurück, unter Berücksichtigung der eigenen Terminologielisten (Übersetzungsspezifikationen)
  4. TYPO3 ordnet das Ergebnis wieder dem ursprünglichen Datenfeld zu
  5. Die Redaktion checkt, überarbeitet nur noch und gibt final frei

Die Extension übersetzt somit nicht einfach die fertige HTML Ausgabe einer Website. Sie arbeitet innerhalb der strukturierten TYPO3 Datenhaltung, was den kleinen aber feinen Unterschied darstellt.

Bilder, Verknüpfungen, Layoutinformationen und technische Einstellungen werden nicht wahllos verändert. Welche Felder der Dienst tatsächlich verarbeitet, muss jedoch passend zum Projekt definiert werden, was wir aber für unsere Kunden natürlich übernehmen.

Auch individuelle Inhalte können berücksichtigt werden

Viele Unternehmenswebsites nutzen neben klassischen Text und Bild Elementen eigene Inhaltstypen, vor allem wenn sie eigene Erweiterungen (Extensions und Plugins) verwenden. Dazu zählen Produktdatensätze, Ansprechpartner, technische Tabellen oder individuell entwickelte Erweiterungen und Seitenelemente.

Da derartige Daten individuell für den Kunden und das jeweilige TYPO3-Projekt erstellt wurden, lassen sie sich nicht automatisch in jedem System gleich behandeln. Zunächst muss geprüft werden, welche Felder übersetzbaren Text enthalten und welche Werte unverändert übernommen werden sollen. Der Prozess der Übersetzung muss also initial geplant und umgesetzt werden, damit die Automatisierung für die Redaktion dann auch klappt.

Produktnamen, interne Kennungen oder technische Steuerungswerte dürfen beispielsweise nicht an einen Sprachdienst gesendet oder durch eine Übersetzung verändert werden. Stellen Sie sich vor, Markennamen in Produkten von „Under Armour“ oder Produktklassen wie „Airfryer“ würden übersetzt? Dann wäre die neu übersetzte Webseite schon unbrauchbar für den Zielmarkt. Zudem finden Suchmaschinen derartige Sprachprobleme in den Seiten suboptimal und werten diese Seiten sogar ab im Bezug auf Onpage SEO.

Eine fachgerechte Integration berücksichtigt deshalb nicht nur die Installation der Extension. Entscheidend ist die Konfiguration der vorhandenen Datenstruktur und die Prüfung für alle Variationen.

Glossare sorgen für konsistente Fachbegriffe

Allgemeine Übersetzungsdienste kennen die interne Terminologie eines Unternehmens nicht automatisch.

Ein technischer Begriff kann abhängig von Branche und Zusammenhang verschiedene Bedeutungen besitzen. Beispielsweise das Wort „Lager“ zeigt die Bedeutung des Zusammenhangs ganz gut. In der Logistik ist damit ein „warehouse“ gemeint, wenn man die englische Übersetzung heranzieht. Im Maschinenbau hingegen bezeichnet es ein „bearing“. Ohne eine Definition und feste Terminologie entstehen Fehlzuordnungen die in der Konsequenz wieder dazu führen, dass Texte keinen Sinn mehr ergeben und abermals von Suchmaschinen nicht sauber eingewertet werden können.

Für solche Anwendungsfälle unterstützt das Projekt eigene Glossare. Diese können in TYPO3 verwaltet, mit der DeepL API synchronisiert und bei der Übersetzung berücksichtigt werden.

Unternehmen können damit feste Vorgaben definieren, etwa für:

  • Produktbezeichnungen
  • technische Fachbegriffe
  • Abteilungen und Funktionen
  • Markenformulierungen
  • Begriffe, die nicht übersetzt werden dürfen

Wie bereits dargestellt, ersetzt ein Glossar keine abschließende und fachliche Prüfung, da wären wir dann bei der menschlichen Expertise die zur Korrektur und  Freigabe notwendig ist (Teil der E-E-A-T). Es verbessert jedoch die sprachliche Einheitlichkeit und reduziert wiederkehrende Korrekturen.

Die Redaktion erhält einen bearbeitbaren Textstand

Die Rückgabe durch den Dienst führt nicht automatisch zur Veröffentlichung, dieser Teil des Prozesses bleibt in redaktioneller Hand.

Die neue Sprachfassung steht anschließend in den vorgesehenen TYPO3 Feldern. Dort kann der Redakteur Formulierungen korrigieren, Fachbegriffe prüfen oder regionale Besonderheiten berücksichtigen.

Auch einzelne Datensätze lassen sich laut Projektdokumentation gezielt übersetzen. Dadurch muss bei einer fehlerhaften Formulierung nicht zwingend die komplette Seite erneut in die Überarbeitung.

Der vollständige Prozess von der Anlage einer Sprachversion bis zur abschließenden Freigabe ist nicht Aufgabe der Extension. Diesen Ablauf beschreiben wir im ergänzenden Beitrag TYPO3 und Auto Translate mit automatisierter Übersetzung.

Voraussetzungen für eine saubere Integration

Für den Betrieb wird die TYPO3 Extension, eine passende Systemversion und ein Zugang zur DeepL API mit gültigen Key (API-Schlüssel) benötigt.

Die Kompatibilität hängt von der eingesetzten TYPO3 Version und der gewählten Extension Version ab. 

Zusätzlich müssen vorab einige technische und organisatorische Fragen zur Konfiguration in die Abklärung:

  • Welche Sprachen werden benötigt?
  • Welche Datensätze sollen verarbeitet werden?
  • Welche Felder dürfen TYPO3 verlassen?
  • Sind eigene Inhaltselemente vorhanden?
  • Gibt es feste Terminologien?
  • Wer darf eine Übersetzung auslösen?
  • Wie erfolgt die Prüfung vor der Freigabe?

In der obigen Auflistung haben wir bereits gesehen, dass die technische Installation nur einen Teil des Projekts ausmacht. Der größere Nutzen entsteht durch eine Konfiguration, die zur Website und zur Redaktion passt.

Integration durch NEWEGO

NEWEGO bindet deepltranslate_core in bestehende und neue TYPO3 Installationen ein.

Dabei prüfen wir zunächst die Sprachstruktur, die vorhandenen Inhaltselemente und individuelle Erweiterungen. Danach legen wir gemeinsam mit unserem Kunden fest, welche Felder übersetzt werden dürfen und welche Inhalte eine gesonderte Behandlung benötigen.

Die Umsetzung kann folgende Leistungen umfassen:

  • Installation und technische Einrichtung
  • Konfiguration der API Verbindung an DeepL
  • Definition der übersetzbaren Datenfelder
  • Anpassung eigener Inhaltselemente
  • Einrichtung von Glossaren
  • Abstimmung von Rollen und Berechtigungen
  • Tests mit bestehenden Inhalten
  • Einbindung in vorhandene Redaktionsprozesse

Der automatisierte Dienst wird damit nicht als separates Werkzeug neben TYPO3 betrieben, sondern fügt sich nahtlos in das Bestandssystem ein. Er ergänzt die vorhandene Sprachverwaltung an der Stelle, an der zuvor die Inhalte manuell übersetzt wurden.

Fazit

DeepL Translate (deepltranslate_core) kann den manuellen Aufwand erheblich reduzieren bei mehrsprachigen TYPO3 Websites, Corporate Webseiten oder Blogs. Inhalte können direkt aus dem TYPO3-Backend übersetzt und müssen nicht mühsam und manuell kopiert werden.

Die Qualität der Umsetzung hängt jedoch maßgeblich von der Konfiguration der Anbindung ab. Erst die gezielte Auswahl von Feldern, Datensätzen und Terminologien macht aus der Extension eine verlässliche Unterstützung für die Redaktion.

Welche Inhalte kann die Extension übersetzen?

Der Entwickler nennt Seiten, Inhaltselemente und weitere TYPO3 Datensätze. Individuelle Inhaltstypen müssen für das jeweilige Projekt geprüft und gegebenenfalls in der Konfiguration Berücksichtigung finden.

Veröffentlicht deepltranslate_core die Texte automatisch?

Die Erweiterung überträgt die Ergebnisse in die vorgesehenen Sprachfelder. Die Veröffentlichung richtet sich nach dem vorhandenen TYPO3 Prozess.

Können Fachbegriffe fest vorgegeben werden?

Ja. Das Projekt unterstützt Glossare, die innerhalb von TYPO3 verwaltet und mit der DeepL API synchronisiert sowie verarbeitet werden.

Ist die Extension für jedes TYPO3 System sofort einsetzbar?

Nein. Version, Inhaltselemente, Datenfelder und vorhandene Erweiterungen müssen vor der Integration technisch geprüft und bewertet werden.